Wasserstoff als alternativer Energielieferant

Die Unabhängigen im Landkreis Lüneburg

„Die Unabhängigen“ für eine moderne Umwelt auch im Landkreis Lüneburg!

Wasserstoff (H2) ist Energieträger u.a. für Industrie, Verkehr, Wärmeerzeugung und -speicherung, er ist keine neue Entdeckung. Einsatzmöglichkeiten in der Region Lüneburg?

Bereits um 1828 wurde Wasserstoff in chemischen Experimenten nachgewiesen. Um 1842/43 wurde die erste Brennstoffzelle als sogenannte „Gasbatterie“ entwickelt. Im Roman „Die geheimnisvolle Insel“ ließ der Schriftsteller Jules Verne bereits im Jahr 1875 flammend verkünden:Das Wasser, das durch Elektrizität in seine Elementarbestandteile zerlegt wird, kann eines Tages eine ungeahnte Quelle der Wärme und des Lichts sein. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft.“

Doch wie sieht die Gegenwart 145 Jahre später aus? Weltweit hat China vor Jahren erkannt, dass Wasserstoff der umweltschonende Energieträger der Zukunft ist. Darum wurde die staatliche Förderung in China für rein elektrische Batterie-Kfz, sogenannte E-Autos, bereits eingestellt. Staatliche Förderungen gibt es nur noch für Wasserstoff!

Aufgrund dessen hat sich der Absatzmarkt für die Batterie-Kfz auf den europäischen und amerikanischen Markt verlagert und es wird von der Politik dafür vehement geworben. Dies, obwohl der Individualverkehr nur mit E-Autos nicht möglich wäre.

Die Wasserstofftechnik wird in Deutschland leider erst seit kurzer Zeit als CO2 neutraler Energieträger in den verschiedenen Industriebereichen wahrgenommen.

In Nordrhein-Westfalen wird die Wasserstofftechnik bereits eingesetzt. Dort fahren in den verschiedenen kommunalen ÖPNV-Betrieben bereits serienmäßig Linienbusse, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind.  Diese Busse werden aus Polen („Solaris“) oder Belgien („Van Hool“) mit Brennstoffzellentechnik weltweit verkauft. Förderprogramme der EU, des Bundes und des Landes NRW unterstützen diese Projekte als sogenannte Wasserstoffmodellregionen.

Die Bundesregierung fördert die Wasserstofftechnik z.Zt. mit 700 Mio. Euro. Dazu gehören Produktionsstätten auf See, für das Transportwesen sowie für Export-Anlagen.

Die Entwicklung der Wasserstofftechnik hat das Land Niedersachsen im Vergleich zu NRW verschlafen, es greift erst jetzt verspätet und in kleinen Projekten diese Technik auf.

Die Fraktion „Die Unabhängigen“ war die erste Fraktion im Kreistag gewesen, die das Thema im Juni 2019 aufgegriffen hat. Und die immer wieder neue Anträge einreicht, um eine Wasserstoff-Infrastruktur im Landkreis Lüneburg voranzutreiben und aufzubauen. Die Verkehrsarten Bus und Bahn sowie der Fuhrpark des Landkreises und der Gemeinden inklusive ihrer kommunalen Gesellschaften sind potenzielle Wasserstoff-Modell-Projekte, um eine CO2-neutrale Alternative zur Umsetzung der UN-Klimaziele voranzubringen.

Die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik (engl.Fuel Cell) ist bereits im Heizungsbereich und bei der Strom-Wärmeerzeugung im Einsatz, ebenso als  Antriebstechnik in Schiffen, Lastkraftwagen, Bussen und PKW. Serienmäßige Wasserstoff-Kfz gibt es z.Zt. von Hyundai, Toyota und Honda, da in Asien die Wasserstofftechnik und -industrie dort wesentlich weiter entwickelt ist als in Deutschland.

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